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Europäisches Projekt „Pro Hospiz“

18.11.14

Entwicklung eines praxisorientierten, multikulturellen Leitfadens zur Neugründung von Palliativdiensten.

Am 17. und 18. November 2014 fand im DiakonieZentrum Pirmasens ein Treffen von Partnern aus Polen, Rumänien, Portugal, Spanien und Pirmasens zur Ausarbeitung eines gemeinsamen Leitfadens zur Einrichtung und Betreibung stationärer und ambulanter Hospize statt.
Gemachte Erfahrungen, erfolgreiche Ansätze und gelungene Umsetzungen sowie beachtenswerte Punkte wurden zusammengetragen, damit andere in Europa von der Pirmasenser Projektgemeinschaft lernen können. Das Projekt wird durch das EU-Programm „Erasmus+“ gefördert, das für die Stärkung von Erwachsenenbildung, Mobilität und strategischen Partnerschaften steht. Ganz in diesem Sinne will auch „Pro Hospiz“ seinen Beitrag zur europäischen Integration leisten, um den Hospizgedanken zu fördern und nachhaltige Strukturen in der Sterbebegleitung zu schaffen.
Hierzu werden Netzwerkstrukturen aufgebaut und europäische Kontakte vertieft, um die Hospizarbeit und den interkulturellen Wissensaustausch auf Augenhöhe zu ermöglichen. Am Ende des zweijährigen Projektes soll ein praxisorientierter, multikultureller Leitfaden zur Neugründung von Palliativdiensten veröffentlicht werden.

Bereits im März diesen Jahres hatten sich die polnischen, rumänischen, portugiesischen und deutschen Partner im Rahmen der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ im DiakonieZentrum Pirmasens getroffen, um sich über die Hospizarbeit und die sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in den jeweiligen Ländern zu unterhalten. Es wurde der Entschluss gefasst, ein gemeinsames Projekt in Brüssel anzumelden, um den Hospizgedanken europaweit zu fördern und einen Wissensaustausch auf diesem Gebiet möglich zu machen.

Mit der polnisch-orthodoxen Kirche in Bialystok in Ostpolen pflegt das DiakonieZentrum bereits seit fünf Jahren Kontakt. Bereits zwei Mal wurden in diesem Zeitraum je ein Auto und diverse Hilfsmittel für die Hospizarbeit dort gespendet. Die in diesem Rahmen gemachten Besuche vertieften die Partnerschaft.
Auch der Christlichen Stiftung Diakonia in Rumänien konnte das DiakonieZentrum zusammen mit dem Autohaus Freund und dem Diakonischen Werk im Sommer ein Fahrzeug sowie Hilfsmittel und einen Spendenscheck über 5000 Euro übergeben, um deren ambulante Altenpflege zu unterstützen.
Der Kontakt mit Portugal besteht seit Anfang des Jahres. Die spanischen Partner sind erstmalig dabei.

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