News

Mehr als stationär - DiakonieZentrum und Ökumenische Sozialstation arbeiten zusammen

11.03.16

Möglich wurde die Ausweitung des pflegerischen Angebots durch die Zusammenarbeit mit der Ökumenischen Sozialstation Pirmasens. Seit 15. Januar 2016 arbeiten wir in einer gemeinsamen Gesellschaft zusammen. Hierfür wurde der seit 1974 bestehende Verein "Ökumenische Sozialstation Pirmasens e.V." in eine gGmbH umgewandelt. Gesellschafter sind das DiakonieZentrum Pirmasens sowie der neu gegründete Förderverein der Ökumenischen Sozialstation.

Die Gespräche, ob und wie Synergien bei einem gemeinsamen Wirken der beiden Träger genutzt werden können, laufen bereits seit gut einem Jahr. „Es hat sich gezeigt, dass es die Ökumenische Sozialstation allein schwer hat, ihren Auftrag wirtschaftlich zukunftsweisend zu erfüllen“, berichtet der Kaufmännische Vorstand des DiakonieZentrums, Carsten Steuer. „Um Synergien zu nutzen, ist es von großem Vorteil, in eine größere Einrichtung eingebettet zu sein.“ So können z.B. zentrale Management-Aufgaben, wie z.B. eine qualitätsorientierte Personalentwicklung oder auch ein professionelles Marketing, gemeinsam bewältigt werden.

Martina Sand, Leiterin des Bereichs Wohnen und Pflege am DiakonieZentrum, zeigt sich ebenfalls zuversichtlich, dass die Ökumenische Sozialstation Pirmasens durch die Kooperation in eine gute Zukunft geführt werden kann. Und auch das DiakonieZentrum profitiert. „Wir können mehr als stationär, und freuen uns darauf, das jetzt zeigen zu können,“ so Sand. Durch das gemeinsame Wirken erschließen sich für die beiden regionalen Träger neue Möglichkeiten – insbesondere im Bereich der neuen Wohnformen. So sollen durch die Schaffung neuer Angebote und die Ausweitung des bestehenden Leistungsspektrums zusätzlich zu den bisher 60 Arbeitsplätzen in der Ökumenischen Sozialstation weitere entstehen.

Ein potentielles neues Arbeitsfeld für den ambulanten Pflegedienst erschließt sich z.B. im Rahmen von PS:patio! Das DiakonieZentrum Pirmasens startet mit dem Bau seines dortigen Wohnriegels noch im Frühsommer 2016. In Abwandlung des so genannten „Bielefelder Modells“ werden im patio-Riegel des DiakonieZentrums Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf leben. Eine erforderliche stationäre Unterbringung kann so durch ein optionales Hinzubuchen pflegerischer oder hauswirtschaftlicher Unterstützung hinausgezögert werden. „Wir freuen uns auf die neuen Möglichkeiten, unsere künftigen Bewohnerinnen und Bewohner noch passgenauer zu betreuen. Ohne die Ökumenische Sozialstation wäre dies in der Form nicht möglich gewesen,“ ergänzt Pfarrer Norbert Becker, ebenfalls Vorstand des DiakonieZentrums. Besonders begrüßt der Theologe, dass mit der Ökumenischen Sozialstation ein kirchlicher Partner gefunden werden konnte. „Uns verbindet neben dem überdurchschnittlich hohen Fachkräfteanteil eben noch mehr. Wir haben den gleichen christlichen Sendungsauftrag.“

Auch die beiden Pirmasenser Dekane, Waltraud Zimmermann-Geisert und Johannes Pioth, begrüßen das gemeinsame Wirken. Im Sinne der Ökumene sei es wichtig, Flagge zu zeigen und  eine so wichtige Einrichtung wie die Sozialstation auf zukunftsfähige Beine zu stellen. Die jahrelange gemeinsame Tradition beider Einrichtungen sei die richtige Basis für die herausfordernden Aufgaben im Spannungsfeld zwischen Demografischem Wandel und Fachkräftemangel.

Um die Kooperation der beiden Träger rechtlich entsprechend abbilden zu können, war die Umwandlung der bisherigen Ökumenischen Sozialstation e.V. in eine neue Ökumenischen Sozialstation Pirmasens gGmbH notwendig. Der hierzu notwendige Umwandlungsbeschluss wurde am 23. Dezember 2015 gefasst.  Gesellschafter der gGmbH sind das DiakonieZentrum Pirmasens (60%) sowie der neu gegründete Förderverein der Ökumenischen Sozialstation e.V. (40%). Dieser Förderverein besteht aus den bisherigen Mitgliedern der Ökumenischen Sozialstation e.V.: den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden sowie den Krankenpflegevereinen. Er ist ein Abbild der bisherigen Sozialstation. Die Geschäftsführung der gGmbH übernimmt Carsten Steuer zusätzlich zu seiner Funktion als kaufmännischer Vorstand des DiakonieZentrums. Inhaltlich ist die Ökumenische Sozialstation zukünftig dem Bereich Wohnen und Pflege des DiakonieZentrums und dessen Leitung, Frau Martina Sand, zugeordnet.

Für die bisherigen Kunden der Sozialstation wird die Zusammenarbeit in der gGmbH keine spürbaren Auswirkungen haben. Bei gewohnt guter Pflegequalität bleiben sowohl die Ansprechpartner als auch die Preise unverändert.

« zurück