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Impulse für das Hospiz der Zukunft

15.07.16

Das Planen und Bauen von Pflegeeinrichtungen aller Art will gelernt sein – schließlich gelten nicht nur besondere Vorschriften, sondern auch Erfordernisse des pflegerischen Alltags müssen bedacht werden. Diese Herausforderung hat auch Professorin Kerstin Molter von der Hochschule Mainz ihren Architekturstudenten im Rahmen einer praktisch orientierten Semesterarbeit gestellt. Die Aufgabe an die Nachwuchstalente: Auf dem Gelände des DiakonieZentrums, dass sich im Rahmen des Uni-Projektes als theoretischer Bauherr zur Verfügung stellen konnte, ein Hospiz zu planen. Am Freitag stellten acht Studentinnen und Studenten die Ergebnisse ihrer Bemühungen den DZ-Leitungskräften im Louis-Leinenweber-Saal vor.

„Das Hospiz hat zum Ziel, in der letzten Lebensphase die Lebensqualität von Sterbenden und ihren Angehörigen zu verbessern“, so Professorin Molter. „Das Raumprogramm bietet ein Spektrum an Räumen der Begegnung und Räumen des Rückzugs“, formuliert sie ihre Erwartungen. Die größte Hürde dabei: Die Widersprüchlichkeit der Häuslichkeit und dennoch als eine medizinische Pflegeeinrichtung zu funktionieren. „Das Thema Sterben und die kurze noch verbleibende Lebenszeit an diesem Ort verpflichten zu einer äußerst sorgfältigen Raumkonzeption“, so die Architektin. 

Martina Sand, Leiterin des Bereichs Wohnen und Pflege, und Simone Jennewein, Pflegedienstleiterin im Hospiz Haus Magdalena, sind dankbar für die Bemühungen der Studenten. „Sie haben sich bei uns nach den Anforderungen im pflegerischen Alltag erkundigt und genau hingehört“, lobt Sand die angehenden Architekten. Somit verwundere es nicht, dass deren Entwürfe sehr gut und wirklichkeitsnah geworden seien. Auch die Professorin lobte ihre Studenten. In kürzester Zeit hätte Sie kreative und hervorragende, harte Arbeit geleistet. Ein gutes Bild machen konnten sich auch die beiden Vorstände, Carsten Steuer und Norbert Becker, die in das DiakonieZentrum eingeladen hatten. Die Pläne und Modelle seien überzeugend. Und, so scherzt der Vorstand: Bei solchen Entwürfen werde man wohl sehr bald wieder mehr als nur ein Hospiz bauen müssen.

Von links nach rechts   Martina Sand (Leitung WuP), Simone Jennewein (PDL Hospiz Haus Magdalena), Carsten Steuer (Kaufm. Vorstand), Norbert Becker (Theol. Vorstand), Prof. Kerstin Molter (Architektin) und die Studenten Saskia Mantei, Christian Holzamer, Sina Mallmann, Rico Lotz, Vanessa Maidl, Lutz Lepper und Paulina Knodel.

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