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Minister Schweitzer informiert sich im Diakoniezentrum Pirmasens über PS:Patio!

31.07.13

„Die Stadt Pirmasens, die städtische Bauhilfe und die Diakonie haben mit dem Projekt PS: Patio! etwas Gutes auf den Weg gebracht“, sagte Minister Schweitzer heute bei seinem Besuch im Diakoniezentrum Pirmasens. Der Minister war auf Einladung von Pfarrer Albrecht Bähr gekommen, um sich über den Stand des Projekts zu informieren und über Möglichkeiten des Wohnens im Alter zu sprechen.

Auf dem gemeinsamen Rundgang über das Diakonie-Gelände stellten Pfarrer Albrecht Bähr, Landesdiakoniepfarrer der evangelischen Kirche Pfalz, und Pfarrer Norbert Becker Theologischer Vorstand des Diakonie Zentrums Pirmasens, dem Minister das Projekt PS:Patio! vor.

„PS:patio! steht für günstigen Wohnraum für Menschen, die im gemeinschaftlichen Miteinander der Generationen als Nachbarn voneinander profitieren können. Sei dies durch gegenseitige Hilfe, durch das offene, kommunikative Mit- und Füreinander im täglichen Leben oder professionelle Serviceangebote vor Ort. Familien, Singles, Kinder, ältere Menschen, Menschen mit und ohne Behinderung und alle, die für neue Formen des Wohnens und Zusammenlebens offen sind, bauen gemeinsam an diesem Quartier“, sagte Pfarrer Bähr.

Zusammen mit der Bauhilfe, der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Pirmasens, entwickelt das Diakoniezentrum seit Jahren das Nachbarschaftsprojekt PS:patio!, bei dem Nachbarschaftshilfe statt staatlicher Fürsorge großgeschrieben wird. „Das Konzept des Projekts sieht vor, gemeinsames und dennoch individuelles Wohnen zu fördern, flexible Wohnformen für Jung und Alt zu gestalten und ältere Menschen mit Hilfe von ambulanten Dienstleistungen dort zu unterstützen, wo es notwendig ist“, so Norbert Becker,.

Im Februar 2013 konnte der erste Riegel mit 18 Wohneinheiten bezogen werden. Über Jahre hinweg hatten sich die potentiellen Bewohnerinnen und Bewohner bereits im Quartiersladen und privat getroffen, um sich als Nachbarn anzunähern. Das Kinder- und Familienhaus Benjamin, das gleichzeitig eröffnet werden konnte, bringt Leben ins Quartier. Im kommenden Jahr soll ein weiterer Riegel mit 12 Wohnungen, dem neuen Quartiersladen und einem Patio-Bistro folgen. Neu an diesem Bistro wird sein, dass Menschen mit Behinderung darin einen Arbeitsplatz finden können.

„Diesen Mix aus Wohnangeboten, Quartiersentwicklung und nachbarschaftlicher Hilfe brauchen wir, damit möglichst viele Menschen ihrem Wunsch nachkommen können, möglichst lange im Alter selbständig zu leben“, sagte Sozialminister Schweitzer. „Vom Miteinander der Generationen profitieren alle Beteiligten. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Angebot von den Menschen gerne angenommen wird und wünsche PS:Patio! viel Erfolg“, so Schweitzer.

Mehr Informationen zum Projekt:
PS:patio!, steht für günstigen Wohnraum für Menschen, die im gemeinschaftlichen Miteinander der Generationen als Nachbarn voneinander profitieren können. Sei dies durch gegenseitige Hilfe, durch das offene, kommunikative Mit- und Füreinander im täglichen Leben oder professionelle Serviceangebote vor Ort. Familien, Singles, Kinder, ältere Menschen, Menschen mit und ohne Behinderung und alle, die für neue Formen des Wohnens und Zusammenlebens offen sind, bauen gemeinsam an diesem Quartier.

Nach den positiven Erfahrungen mit PS:patio!, das noch in den Anfängen steckt, möchte das Diakoniezentrum Pirmasens zusammen mit dem Landesverein für Innere Mission und der Unternehmerfamilie Hummel in gleicher Weise das Quartier „Weiße Kaserne“ in Zweibrücken entwickeln. Um solche Quartiere neu entstehen zu lassen, braucht es einen langen Atem. Nach Einschätzung des Diakoniezentrums müssen dabei auch die bestehenden rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen fortgeschrieben werden. Nur so können vermehrt neue Wohnformen, die angesichts des demografischen Wandels notwendig sind, auch umgesetzt werden.

Das Diakoniezentrum Pirmasens ist eine der ältesten Einrichtungen seiner Art innerhalb der Evangelischen Kirche der Pfalz. Zum Diakoniezentrum gehören Einrichtungen der Altenhilfe in Pirmasens, Thaleischweiler-Fröschen und zukünftig in Contwig. Ebenso stationäre, teilstationäre und ambulante Angebote der Jugendhilfe Jona. Im Jahr 2004 konnte mit dem Haus Magdalena ein stationäres Hospiz für die Westpfalz eröffnet werden.

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