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Hospiz im Gespräch: Verantwortliche freuen sich über gelungene Auftaktveranstaltung

28.05.18

Mit zahlreichen Interessierten aus der Bevölkerung, Experten aus der Medizin und Hospizarbeit sowie Vertretern der Kommunalpolitik fand am 24. Mai die Auftaktveranstaltung der Reihe „Hospiz im Gespräch“ statt. Verantwortliche und Mitarbeiter des DiakonieZentrums nutzten den Abend, um über die aktuelle Hospizarbeit in Haus Magdalena sowie den geplanten Neubau zu informieren.

Der Theologische Vorstand des DiakonieZentrums, Pfarrer Norbert Becker, freute sich am Donnerstagabend, zahlreiche Interessierte im Theo-Schaller-Saal begrüßen zu dürfen. „Hospiz im Gespräch“ wolle man als Veranstaltungsreihe auflegen, um immer wieder über die Entwicklungen rund um den im nächsten Jahr geplanten Neubau des Hospizes Haus Magdalena zu informieren. Pfarrer Norbert Becker machte dabei deutlich, dass das Thema Hospizarbeit immer mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung rückt – eine Entwicklung, die man vor gut zehn Jahren, zur Eröffnung des hiesigen Hospizes, noch nicht habe feststellen können. „Dies ist auch sicher einer der Gründe, warum die Nachfrage nach Plätzen im jetzigen Haus Magdalena das Angebot bei weitem übersteigt und den Neubau so dringend erforderlich macht“, so Becker.

Landrätin Dr. Susanne Ganster, die die Schirmherrschaft für den Neubau des Hospizes übernommen hat und im Landkreis schon seit Wochen für das Projekt wirbt, sprach aus ihren ganz eigenen Erfahrungen, welche sie während eines Praktikums im Zuge ihres Theologiestudiums sammeln konnte und die sie nachhaltig geprägt haben. So sei es in der heutigen Zeit enorm wichtig, Menschen ein würdevolles, begleitendes und fürsorgliches Leben auf dem letzten Weg zu ermöglichen – dies sei gerade durch die Hospizarbeit und speziell am Standort Pirmasens möglich geworden. Auch Baudezernent Michael Schieler, der als Vertreter der Stadt gekommen war, erinnerte sich an die Anfänge des Hauses Magdalena und dessen Entwicklung: „Ich habe immer gut gefunden, dass man das Hospiz hier in Pirmasens mitten in der Stadt integriert hat. Es gehört zum Stadtbild dazu und ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken“, so Schieler.

Während die Vorsitzenden des Fördervereins Hospiz Haus Magdalena e.V., Dr. Carsten Henn und Erwin Merz die Wichtigkeit des Netzwerkes aus medizinischer Versorgung und pflegerischer Betreuung heraushoben und die Zusammenarbeit zwischen dem Städtischen Krankenhaus, den Ärzten vor Ort und dem Pflegepersonal des Hospizes lobten und bei einer mittlerweile dreistelligen Mitgliederzahl für noch mehr Mitglieder im Förderverein warben, erzählten Heini Ehrlich und Silvia Stepien als Angehörige ihre Erfahrungen mit der Hospizarbeit in Haus Magdalena. Ehrlich hatte seine Frau im Hospiz begleitet, Stepien ihren Vater. Beide hoben die Menschlichkeit und die Leistungen der Arbeit des Pflegepersonals hervor und berichteten von einer wiedererlangten Lebensqualität bei ihren damals schwerstkranken Angehörigen.

Auf eindrucksvolle Art und Weise erläuterte wiederum Professor Kerstin Molter aus Mainz, die ausführende Architektin des Großprojektes, den geplanten Neubau des Hospizes Haus Magdalena, während Pfarrer Norbert Becker über dessen Kosten informierte. Von den geplanten Kosten in Höhe von 2,9 Millionen Euro muss das DiakonieZentrum 900.000 Euro aus Spenden finanzieren. Dies stelle die Einrichtung vor eine große Herausforderung. Die Marketingverantwortliche, Isabel Berthold, erläuterte die Möglichkeiten der Unterstützung: „Jede Spende ist ein Baustein“, so Berthold. Jeder einzelne kann durch den Kauf eines oder mehrerer symbolischer Bausteine im Wert von jeweils 100 Euro zur Realisierung des Neubaus beitragen. Hierzu sind verschiedene Spendenpakete geschnürt – je nach Anzahl der Bausteine. Selbstverständlich gilt dieses Angebot nicht nur für Einzelpersonen oder Unternehmen. Auch Freundeskreise, Vereine, Kirchengemeinden oder Betriebsangehörige können gemeinsam Bausteine erwerben. Jede Unterstützung zählt!

Im Anschluss an die Gesprächsrunde enthüllte Pfarrer Norbert Becker auf der Bühne des Theo-Schaller-Saals ein Spendenbarometer, welches den aktuellen Spendenstand von rund 130.000 Euro anzeigte. Dieser Stand wurde nur wenige Augenblicke später und unter schallendem Applaus der Gäste von Fördervereinsvorstand Carsten Henn durch eine verbindliche Zusage auf 200.000 Euro erhöht. Das heißt „Leben teilen“ im Sinne des DiakonieZentrums Pirmasens.

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